Sonnenbrunnenplateau (Sunwell Plateau)

Einleitung

Das Sonnenbrunnen Plateau ist eine 25-Mann-Schlachtzug-Instanz auf der Insel Quel'Danas. Die mit dem 2.4 Patch eingeführt wurde und erfahrenen Schlachtgruppen, die den Hyjalgipfel und Schwarzen Tempel bereits erfolgreich hinter sich gebracht haben, neue Herausforderungen bietet.

Die Schlachtzug-Instanz hat keine Abstimmungsquest. Jede Schlachtgruppe kann die Instanz sofort betreten. Die 6-Boss-Mobs (Kalecgos, Brutallus, Felmyst, M'uru, Großhexenmeister Alythess & Lady Sacrolash und Kil'jaedan) der Schlachtzug-Instanz sind jedoch strategisch wesentlich anspruchsvoller als ihre Kontrahenten vom Hyjalgipfel oder dem Schwarzen Tempel. Während der Einstieg bei Kalecgos noch vergleichsweise leicht ist, folgt mit Brutallus bereits ein Ausrüstungs und danach bei Teufelsruch (Felmyst) ein Aufmerksamkeitscheck. Die letzten drei Bosse sind dann bezüglich der taktischen Ausführung derart komplex, dass sie selbst den Kampf gegen Kael'thas Sonnenwanderer in der Festung der Stürme in den Schatten stellen.

Geschichte

Der geheimnisumwobene Energiequell, den man Sonnenbrunnen nannte, speiste Jahrtausende lang die gewaltigen magischen Kräfte der im Exil lebenden Hochelfen. Die unerschöpfliche Macht des Sonnenbrunnens durchdrang sie und der immerwährende Fluss seiner arkanen Energie erfüllte sie. Die Elfen beschützten und verehrten den Brunnen über Generationen hinweg - sie schöpften selbst dann von seiner Kraft, wenn sie sich außerhalb ihres Heimatlandes Quel'Thalas befanden.

Die Elfen mussten zwar in den Trollkriegen und dem Zweiten Krieg gegen die Horde schwere Verluste hinnehmen, doch der Sonnenbrunnen blieb sicher... bis zur Ankunft der Geißel. Ohne Vorwarnung führte der Todesritter Arthas, ein mächtiger Diener des Lichkönigs, seine untoten Armeen in einem gnadenlosen Angriff gegen das elfische Königreich.

Die Geißel ließ sich von den verzweifelten Anstrengungen der elfischen Verteidiger in keinster Weise beeindrucken, marschierte geradewegs dem Sonnenbrunnen entgegen und erschlug jeden, der es wagen sollte, sich ihnen in den Weg zu stellen. Doch als der legendäre König Anasterian Sonnenwanderer Arthas entgegentrat, um den Vormarsch der Untoten eine Weile lang aufzuhalten, da sollten selbst sein unerschütterliche Wille und seine außergewöhnlichen Kräfte dem gnadenlosen Todesritter nicht gewachsen sein.

Nachdem die Hauptstadt der Elfen in Ruinen lag, marschierte Arthas triumphierend in Richtung Sonnenbrunnen und warf die Knochen des gefallenen Nekromanten Kel'Thuzad in das glänzende Flimmern. Sogleich war der heilige Brunnen von Verderbnis durchtränkt. Arthas dachte, dass er damit das Schicksal der Hochelfen besiegelt hatte, also gingen er und der wieder auferstandene Kel'Thuzad gemeinsam ihrer Wege, um dem Lichkönigs weiterhin zu dienen. Viele Diener der Geißel blieben jedoch zurück und jagten die wenigen Elfen, die noch nicht gefallen waren.

Schließlich versammelte der Waldläufer Lor'themar Theron die letzten Überlebenden um sich, um gegen die Untoten zu kämpfen - doch es war Prinz Kael'thas' Rückkehr, die den Elfen wieder einen Funken Hoffnung gab.

Tragisch nur, dass Kael'thas schon bald erfahren sollte, dass die größte Gefahr für sein Volk nicht von der Geißel ausging, sondern vom Sonnenbrunnen selbst. Die verdorbenen Kräfte des Brunnens durchdrangen nicht nur die Elfen, sondern alles, was sie erbaut hatten - mit der Zeit würden sie von den abscheulichen nekromantischen Energien getötet und das umliegende Land mit einem unheilbaren Gift verseucht werden.

Der Gedanke daran quälte ihn, doch letztendlich kam Kael'thas zu dem Entschluss, dass der Sonnenbrunnen, das Herz seines Volkes, zerstört werden müsse.

Und so schritt er zur Tat und führte einen Plan aus, der das Schicksal seiner Leute für immer verändern würde. Gemeinsam mit Lor'themar, einer Gruppe von freiwilligen Verteidigern und den mächtigsten Magiern, die noch übrig geblieben waren, zerstörte Kael'thas den mystischen Sonnenbrunnen - oder zumindest dachte er das.

Die Energien des Sonnenbrunnens wurden zerstreut, doch nicht all seine Essenz war verloren gegangen. Ein mysteriöses Wesen namens Borel sammelte, was von den Energien übrig geblieben war und versteckte sie in einem sterblichen Mädchen namens Anveena.

Im Anschluss an die Zerstörung des Sonnenbrunnens verkündete Kael'thas, dass sein Volk von nun an für immer die Sin'dorei oder Blutelfen genannt werden solle, auf dass sie niemals diejenigen vergessen mögen, die bei der Verteidigung ihres Heimatlandes gefallen waren.

Kael'thas hätte nicht voraussehen können, welche Folgen der Verlust ihrer Energiequelle haben würde: Der Sonnenbrunnen stellte nun zwar keine Bedrohung mehr dar, doch die Elfen litten an schrecklichen Entzugserscheinungen, denn viele von ihnen waren ihr ganzes Leben lang von den arkanen Energien des Brunnens erfüllt gewesen. Nur jetzt, da der Sonnenbrunnen nicht mehr existierte, erkannten die Blutelfen, wie abhängig sie von seiner Macht geworden waren. Mit der Zeit wurden sie krank und die jüngsten und ältesten von ihnen fanden den Tod. Prinz Kael'thas war entschlossen, sein Volk von der schweren Abhängigkeit zu heilen, also suchte er nach einer neuen Quelle arkaner Macht und stellte sich schon bald in den Dienst des Dämons Illidan Sturmgrimm.

Mit Illidans Hilfe fanden die Blutelfen ein Mittel, wie sie ihre Sucht vorläufig stillen konnten - sie lernten, wie man die magischen Energien anderer Wesen aufsaugt, um so ihr eigenes Leiden zu lindern. Doch als Kael'thas sich in den Kampf mit Illidans vielen Feinden stürzte, wuchs seine Abhängigkeit von Teufelsenergie: die dunkle Essenz, die verdirbt und die von der dämonischen Brennenden Legion selbst ausgeht.

Kael'thas strotzte nun vor neugefundener Macht, kehrte seinem früheren Meister Illidan den Rücken, kam zurück nach Quel'Thalas und versprach seinem Volk die endgültige Erlösung. Als Mittel zu diesem Zweck hat er sich Anveena, die Trägerin der Energie des Sonnenbrunnens, zu Nutze gemacht. Doch viele glauben, dass der Prinz aufgrund der Teufelsenergien labil geworden ist und dass er einen neuen Meister gefunden hat: einen Dämonenfürsten der Brennenden Legion so schrecklich, dass selbst der mächtige Illidan beim Klang seines Namens vor Furcht erzittern würde: Kil'jaeden.

Ausrüstungsanforderungen

Das Sonnenbrunnenplateau ist für die Elite-Schlachtgruppen ausgelegt, die bereits seit längerem den Schwarzen Tempel durchquert haben. Während der erste Boss-Mob, Kalecgos, noch verhältnismäßig geringe Anforderungen stellt, die mit einer Mischung aus Tier-5/6 Ausrüstung zu bewältigen sind, schlägt Brutallus härter zu Buche. In dem Kampf müsst ihr mit 14 Schadensverursachern innerhalb von sechs Minuten lang 10.000.000 Trefferpunkte dezimieren. Was einem Raid-DPS-Wert von ungefähr 28.800 entspricht. Sollche Werte dürften nur für Schlachtgruppen mit nahezu vollem Tier-6-Set und Unmengen Buffs erreicht werden können.

Der Weg zur Instanz

Das Sonnenbrunneplateau liegt unverfehlbar im Zentrum der Insel Quel'Danas und kann von Norden aus betreten werden. Die zahlreichen Quests auf der Insel spielen teilweise auch im Außenareal der Schlachtzug-Instanz. So kann man z.B. bei der Bombardierung der Armeen der Brennenden Legion in der Todesschneise Brutallus und am Boden kommandieren und Felmyst durch die Luft darüber kreisen sehen.

Die Insel Quel'Danas selbst ist ein Gebiet, das ebenfalls mit dem 2.4 Patch eingeführt wird. Sie liegt nördlich von Silbermond (dem Blutelfen Startgebiet). Horde Spieler können sie direkt von Silbermond aus anfliegen. Der Weg der Allianz ist etwas länger und führt über den Zul'Aman Flugpunkt. Das Gebiet kann jedoch ebenfalls über ein neues Portal auf der Tereasse des Lichts in Shattrath erreicht werden.

Sonstiges

Sonnenbrunnen Strahlung

Auf dem gesamten Sonnenbrunnenplateau ist die so genannte "Sonnenbrunnen Strahlung" aktiv, welche den Mobs im Gegensatz zu den vorangegangenen Schlachtzug-Instanzen einen enormen Vorteil verschafft. Die offizielle Beschreibung des Effektes lautet wie folgt:

"Die warme Strahlung des Sonnenbrunnen befähigt das Ziel, sie erhöht seine Chance zu treffen um 5% und reduziert die Chance der Gegner auszuweichen um 20%."

Für gewöhnlich sind Vermeidungs-Tanks (Avoidence-Tanks) durch ihre 102.4% Vermeidung relativ sicher und Heiler dieser müssen effektiv nur 40% - 45% des Schadens heilen. Durch die Aura ändert sich das aber. Der Dodge Wert sinkt tatsächlich um 20% und führt damit bei den ohnehin schon sehr starken Attacken zu beinahe unheilbaren Angriffen der Boss-Mobs. Bildlich gesprochen kann man sich das ungefähr so vorstellen, als würde ein Krieger mit Karazhan-Niveau-Ausrüstung plötzlich einen Hyjalgipfel-Boss tanken. Die größte Überlebenschance in den Kämpfen haben daher Tauren-Krieger, die ihre Ausrüstung auf relativ hohe Trefferpunkte ausgelegt haben.

Es ist etwas unklar was genau Blizzard mit dieser Aura bezweckt. Vielleicht beabsichtigen sie damit den Fortschritt der Schlachtgruppen im Sonnenbrunnenplateau einzugrenzen, vielleicht soll es dazu dienen das den Kriegern nicht die Wut ausgeht... oder was auch immer. Aber es erschwert die gesamten Begegnungen enorm.

Gerüchten zu Folge soll die Strahlung verschwinden, wenn die dritte Phase der Übernahmen auf der Insel Quel'Danas abgeschlossen ist. Ob das stimmt bleibt abzuwarten.

Erstellt von Pandur | am 11.02.2008 | aktualisiert am 24.03.2011

Karte der Instanz
Karte
Instanzeingang
Karte
Ort
Insel Quel’Danas [Scherbenwelt]
Stufe
70
ID-Gültigkeit
Gegenstandsstufe
Punkte
Abstimmungsquest
Keine Vorquests
Quests: 0
Eingeführt mit Patch
2.4 (26.03.2008)